Willkommen
... auf der Hompage des interdisziplinären Forschungsprojekts
Chronischer Rückenschmerz und sensomotorische Kontrolle: auf dem Weg zur Entwicklung eines modellbasierten diagnostischen Instrumentariums
gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Chronischer Rückenschmerz - den Ursachen auf der Spur
Schätzungsweise 85% der deutschen Bevölkerung leiden mindestens einmal im Laufe ihres Lebens an Rückenschmerzen [1]. Glücklicherweise verschwinden in der Mehrzahl der Fälle die Rückenschmerzen innerhalb der ersten 6 Wochen. Nur eine Minderheit der Betroffenen entwickelt chronische Rückenschmerzen. Es werden viele Gründe diskutiert, weshalb Rückenschmerzen chronifizieren. Ungünstige Arbeitsbedingungen, Stress, genetische Faktoren sowie ein verändertes Zusammenspiel von Körperwahrnehmung und -bewegung können wesentliche Ursachen sein.
Aktuelle Studien
Seit Juli 2010 arbeiten wir von den Universitäten Münster und Jena, unterstützt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, um die Gründe des chronischen Rückenschmerzes besser verstehen zu lernen. Wir halten ein fehlerhaftes Zusammenspiel zwischen Strukturen des Gehirns, die die Körperbewegungen steuern, und den schmerzverarbeitenden Hirnarealen für eine mögliche Ursache chronischer Rückenschmerzen. Deshalb untersuchen wir dieses Zusammenspiel in verschiedenen Untersuchungen. Die so erhobenen Daten werden in ein Modell integriert, um Vorhersagen über den Verlauf der Rückenschmerzerkrankung treffen zu können. Diese Informationen wollen wir nutzen, um die Therapie effizienter zu gestalten und personalisiert zu verbessern, aber auch, um neue, bessere Ansätze für eine Therapie zu finden. Auch hierzu laufen erste Untersuchungen.
Bei unseren Bemühungen sind wir auf Unterstützung angewiesen. Wir suchen daher ständig StudienteilnehmerInnen im Alter zwischen 25-65, die unter chronischem Rückenschmerz leiden, sowie körperlich und seelisch gesunde Kontrollpersonen. StudienteilnehmerInnen erhalten eine finanzielle Aufwandsentschädigung von € 6,00 pro Stunde.
Interessierte, die an der Studie teilnehmen möchten, können sich telefonisch oder per Email an folgende Personen wenden:
Kontakt
Westfälische Wilhelms-Universität Münster Institut für Sportwissenschaft, Bewegungswissenschaft Horstmarer Landweg 62b 48149 Münster Prof. Dr. Heiko Wagner: +49 251 83-34811
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Westfälische Wilhelms-Universität Münster Institut für Psychologie Fliednerstr. 21 D-48149 Münster Dr. Marc de Lussanet: +49 251 83-34182
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Friedrich-Schiller-Universität Jena Lehrstuhl für Biologische und Klinische Psychologie Prof. Dr. Thomas Weiß: +49-3641-945140
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Friedrich-Schiller-Universität Jena Lehrstuhl für Sportmedizin und Gesundheitsförderung Dr. Christian Puta: +49-3641-945650
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Beteiligte Forschungseinrichtungen
Universität Münster
AG Bewegungswissenschaft, Institut für Sportwissenschaft (Prof. Wagner)
Psychologisches Institut II (Prof. Lappe)
Universität Jena
Lehrstuhl für Sportmedizin und Gesundheitsförderung (Dr. Puta)
Lehrstuhl für Biologische und Klinische Psychologie (Prof. Weiß)
Lehrstuhl für Bewegungswissenschaft (Prof. Blickhan)
Quellen
[1] Schmidt CO, Raspe H, Pfingsten M, Hasenbring M, Basler HD, Eich W, Kohlmann T. Back pain in the German adult population - Prevalence, severity, and sociodemographic correlates in a multiregional survey. Spine 2007;32(18):2005-2011.
|